Kristine Krause

Ich leite das Forschungsprojekt ReloCare als Associate Professorin an der Universität von Amsterdam (UvA). Nach einer Promotion an der Universität Oxford habe ich mich auf Fragen der transnationalen Fürsorge, langfristigen Pflege und Demenz spezialisiert. Als Medizinanthropologin interessieren mich Fürsorgebeziehungen als Ausgangspunkt für weiterreichende gesellschaftliche und politische Fragen: Welche Pflegeleistungen sind Aufgabe von Familienangehörigen, was liegt in der Pflicht des Wohlfahrtstaates? Wie gehen wir mit einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft um? Was ist eigentlich ‚gute Pflege‘? Ich habe in Deutschland an der Freien Universität Berlin studiert. Vor meiner akademischen Laufbahn habe ich in verschiedenen Bereichen gearbeitet, vom Eventmanagement über die häusliche Altenpflege bis hin zur Betreuung schwerstbehinderter Menschen. Diese Arbeitserfahrungen haben auch mein akademisches Engagement geprägt und zu meinem Interesse am Thema Pflege beigetragen. Seit 2014 arbeite ich an der Universität von Amsterdam. Dort habe ich mit Kollegen und Kolleginnen sogenannte Dialogabende entwickelt, in denen sich Forschende, Menschen mit Demenz, ihre Familienangehörigen und Pflegefachkräfte sich miteinander austauschen. Seit 2018 beschäftige ich mit Pflege im Ausland. Zuerst habe ich zusammen mit Mariusz Sapieha und Luise Schurian eine Pilotforschung über deutsche Senioren und Seniorinnen in polnischen Pflegeheimen durchgeführt. Das von der EU geförderte Forschungsprojekt ReloCare knüpft an diese Forschung an und erweitert den Fokus auf Tschechien, Slowakei, und Ungarn. Frühere Forschungen haben mich nach Ghana, Großbritannien und verschiedene Gegenden Deutschlands geführt. Bevor ich nach Amsterdam gekommen bin, habe ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität in Berlin und als Postdoktorandin an einem Max-Planck-Institut in Göttingen gearbeitet.

k.krause@uva.nl+31 626 873 481

Kristine Krause

Ich leite das Forschungsprojekt ReloCare als Associate Professorin an der Universität von Amsterdam (UvA). Nach einer Promotion an der Universität Oxford habe ich mich auf Fragen der transnationalen Fürsorge, langfristigen Pflege und Demenz spezialisiert.

Als Medizinanthropologin interessieren mich Fürsorgebeziehungen als Ausgangspunkt für weiterreichende gesellschaftliche und politische Fragen: Welche Pflegeleistungen sind Aufgabe von Familienangehörigen, was liegt in der Pflicht des Wohlfahrtstaates? Wie gehen wir mit einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft um? Was ist eigentlich ‚gute Pflege‘?

Ich habe in Deutschland an der Freien Universität Berlin studiert. Vor meiner akademischen Laufbahn habe ich in verschiedenen Bereichen gearbeitet, vom Eventmanagement über die häusliche Altenpflege bis hin zur Betreuung schwerstbehinderter Menschen. Diese Arbeitserfahrungen haben auch mein akademisches Engagement geprägt und zu meinem Interesse am Thema Pflege beigetragen.

Seit 2014 arbeite ich an der Universität von Amsterdam. Dort habe ich mit Kollegen und Kolleginnen sogenannte Dialogabende entwickelt, in denen sich Forschende, Menschen mit Demenz, ihre Familienangehörigen und Pflegefachkräfte sich miteinander austauschen.

Seit 2018 beschäftige ich mit Pflege im Ausland. Zuerst habe ich zusammen mit Mariusz Sapieha und Luise Schurian eine Pilotforschung über deutsche Senioren und Seniorinnen in polnischen Pflegeheimen durchgeführt. Das von der EU geförderte Forschungsprojekt ReloCare knüpft an diese Forschung an und erweitert den Fokus auf Tschechien, Slowakei, und Ungarn.

Frühere Forschungen haben mich nach Ghana, Großbritannien und verschiedene Gegenden Deutschlands geführt. Bevor ich nach Amsterdam gekommen bin, habe ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität in Berlin und als Postdoktorandin an einem Max-Planck-Institut in Göttingen gearbeitet.

k.krause@uva.nl+31 626 873 481

Veronika Prieler

Ich arbeite als Postdoktorandin im Projekt ReloCare. Nach meinem Soziologiestudium in Innsbruck und Linz (Österreich), habe ich die letzten vier Jahre am Institut für Soziologie der Johannes Kepler Universität Linz gearbeitet. Dort war ich Teil des Forschungsprojekts Decent Care Work. Transnationale häusliche Pflegearrangements. In diesem Projekt haben wir untersucht, wie Pflegekräfte aus mittel- und osteuropäischen Ländern in österreichische Haushalten vermittelt wurden, wo sie sich ganztags um älteren Menschen kümmern. In dem Projekt ReloCare beschäftige ich mich mit Sozialpolitik, Pflege und Migration, wobei mich besonders die Rolle von Vermittlungsagenturen interessiert. Was sagt uns die transnationale Verlagerung der Altenpflege über den Wandel der Wohlfahrtsstaaten in Europa? Welche Rolle spielen private Agenturen in diesem entstehenden Markt und inwieweit prägen sie die Art und Weise, wie Altenpflege angeboten und in Anspruch genommen wird? Welche Beziehungen entstehen bei dieser Arbeit zwischen den verschiedenen beteiligten Parteien? Und wie kommen soziale Ungleichheiten und Machtstrukturen ins Spiel? Vor meiner akademischen Laufbahn habe ich mit Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen sowie in der Altenpflege gearbeitet. Diese Erfahrungen haben mein akademisches Interesse geprägt, das ich auch in meiner Arbeit im Forschungsprojekt ReloCare weiterverfolge.

v.prieler@uva.nl

Veronika Prieler

Ich arbeite als Postdoktorandin im Projekt ReloCare. Nach meinem Soziologiestudium in Innsbruck und Linz (Österreich), habe ich die letzten vier Jahre am Institut für Soziologie der Johannes Kepler Universität Linz gearbeitet. Dort war ich Teil des Forschungsprojekts  Decent Care Work. Transnationale häusliche Pflegearrangements.

In diesem Projekt haben wir untersucht, wie Pflegekräfte aus mittel- und osteuropäischen Ländern in österreichische Haushalten vermittelt wurden, wo sie sich ganztags um älteren Menschen kümmern.

In dem Projekt ReloCare beschäftige ich mich mit Sozialpolitik, Pflege und Migration, wobei mich besonders die Rolle von Vermittlungsagenturen interessiert. Was sagt uns die transnationale Verlagerung der Altenpflege über den Wandel der Wohlfahrtsstaaten in Europa?

Welche Rolle spielen private Agenturen in diesem entstehenden Markt und inwieweit prägen sie die Art und Weise, wie Altenpflege angeboten und in Anspruch genommen wird? Welche Beziehungen entstehen bei dieser Arbeit zwischen den verschiedenen beteiligten Parteien? Und wie kommen soziale Ungleichheiten und Machtstrukturen ins Spiel?

Vor meiner akademischen Laufbahn habe ich mit Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen sowie in der Altenpflege gearbeitet. Diese Erfahrungen haben mein akademisches Interesse geprägt, das ich auch in meiner Arbeit im Forschungsprojekt ReloCare weiterverfolge.

v.prieler@uva.nl

Mariusz Sapieha

Für meinen Master in Anthropologie an der Universität Warschau und in Medizinischer Anthropologie an der Universität von Amsterdam habe ich zu diagnostischen Prozessen in polnischen Psychiatriekliniken geforscht. Neben meiner akademischen Laufbahn habe ich an unterschiedlichen Orten und in verschiedenen Bereichen Erfahrungen gesammelt: Arbeit in einem Souvenirladen neben dem zweitwichtigsten Wasserfall in Island und Covid-Statistiken für eine Pflegeheimkette im Vereinigten Königreich gehörten auch dazu. Innerhalb des ReloCare-Teams bin ich für den polnischen Bereich verantwortlich. Ich spreche Polnisch, Englisch und Deutsch und war an der ersten Pilotstudie in Polen beteiligt, zunächst als Forschungsassistent und jetzt als Doktorand. Für meine Promotion reise ich viel und spreche mit verschiedenen Parteien, die Pflege im Ausland möglich machen. Ich interessiere mich besonders für Unternehmertum, Materialität, Infrastrukturen und die historischen Verflechtungen von Orten. Die Hauptfragen, die meine Forschung leiten, sind: Wie wirkt sich Pflege deutschsprachiger älterer Menschen auf die Altenpflege in Polen aus? Was für neue Infrastrukturen entstehen vor Ort? Wie stellen sich die Beteiligten gute Pflege vor, und hat das Konsequenzen für lokale Gegebenheiten? Wie versuchen (polnische) Unternehmer und Unternehmerinnen eine auf vornehmlich deutsche Kunden zugeschnittene Pflege zu gestalten?

m.r.sapieha@uva.nl

Mariusz Sapieha

Für meinen Master in Anthropologie an der Universität Warschau und in Medizinischer Anthropologie an der Universität von Amsterdam habe ich zu diagnostischen Prozessen in polnischen Psychiatriekliniken geforscht.

Neben meiner akademischen Laufbahn habe ich an unterschiedlichen Orten und in verschiedenen Bereichen Erfahrungen gesammelt: Arbeit in einem Souvenirladen neben dem zweitwichtigsten Wasserfall in Island und Covid-Statistiken für eine Pflegeheimkette im Vereinigten Königreich gehörten auch dazu.

Innerhalb des ReloCare-Teams bin ich für den polnischen Bereich verantwortlich. Ich spreche Polnisch, Englisch und Deutsch und war an der ersten Pilotstudie in Polen beteiligt, zunächst als Forschungsassistent und jetzt als Doktorand.

Für meine Promotion reise ich viel und spreche mit verschiedenen Parteien, die Pflege im Ausland möglich machen. Ich interessiere mich besonders für Unternehmertum, Materialität, Infrastrukturen und die historischen Verflechtungen von Orten.

Die Hauptfragen, die meine Forschung leiten, sind: Wie wirkt sich Pflege deutschsprachiger älterer Menschen auf die Altenpflege in Polen aus? Was für neue Infrastrukturen entstehen vor Ort?

Wie stellen sich die Beteiligten gute Pflege vor, und hat das Konsequenzen für lokale Gegebenheiten? Wie versuchen (polnische) Unternehmer und Unternehmerinnen eine auf vornehmlich deutsche Kunden zugeschnittene Pflege zu gestalten?

m.r.sapieha@uva.nl

Matouš Jelínek

In Tschechien geboren und aufgewachsen, bin ich innerhalb des ReloCare Teams für den tschechischen und slowakischen Kontext verantwortlich. Im Rahmen meiner Doktorforschung interessieren mich der Alltag in den Pflegeheimen, insbesondere wie deutschsprachige ältere Menschen auf die jeweilige Gegend und die Geschichte der Orte reagieren, in die sie umgesiedelt wurden. Die meisten Heime liegen in Grenzregionen, die eine spannungsvolle Geschichte mit allem Deutschsprachigem verbinden. Deswegen interessiert mich ebenfalls, wie Menschen aus diesen Grenzregionen auf das (Wieder)auftauchen von Deutschsprachigen Senioren reagieren, und wie Vergangenheit eine Rolle spielt, oder auch nicht. Während meiner bisherigen akademischen Laufbahn habe ich mich für Mechanismen ethnischer Zugehörigkeit und Selbstidentifizierung sowie für die Überschneidungen von ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht und Klasse im Kontext von Bildung, institutioneller Pflege und sozialen Dienstleistungen interessiert. Ich habe einen Bachelor in Sozialanthropologie und Gender Studies, einen ersten Master in Soziologie an der Masaryk-Universität in Brünn, einen zweiten Master in Sozialanthropologie von der Universität Bergen in Norwegen und einen dritten Master in Sozialarbeit von der Masaryk-Universität in Brünn. Ich bringe Arbeitserfahrungen als Sozialarbeiter in einem Jugendclub und als Wissenschaftler am Forschungsinstitut für Arbeit und Soziales (RILSA) in Prag mit. Außerdem verfüge ich über umfangreiche Erfahrungen in der Betreuung von sozial ausgegrenzten Kindern, Menschen mit Behinderungen und Senioren und Seniorinnen. All diese Erfahrungen haben mein Interesse an Betreuungspraktiken geprägt und stehen in direktem Zusammenhang mit den Forschungsschwerpunkten von ReloCare.

m.jelinek@uva.nl

Matouš Jelínek

In Tschechien geboren und aufgewachsen, bin ich innerhalb des ReloCare Teams für den tschechischen und slowakischen Kontext verantwortlich.

Im Rahmen meiner Doktorforschung interessieren mich der Alltag in den Pflegeheimen, insbesondere wie deutschsprachige ältere Menschen auf die jeweilige Gegend und die Geschichte der Orte reagieren, in die sie umgesiedelt wurden.

Die meisten Heime liegen in Grenzregionen, die eine spannungsvolle Geschichte mit allem Deutschsprachigem verbinden. Deswegen interessiert mich ebenfalls, wie Menschen aus diesen Grenzregionen auf das (Wieder)auftauchen von Deutschsprachigen Senioren reagieren, und wie Vergangenheit eine Rolle spielt, oder auch nicht.

Während meiner bisherigen akademischen Laufbahn habe ich mich für Mechanismen ethnischer Zugehörigkeit und Selbstidentifizierung sowie für die Überschneidungen von ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht und Klasse im Kontext von Bildung, institutioneller Pflege und sozialen Dienstleistungen interessiert.

Ich habe einen Bachelor in Sozialanthropologie und Gender Studies, einen ersten Master in Soziologie an der Masaryk-Universität in Brünn, einen zweiten Master in Sozialanthropologie von der Universität Bergen in Norwegen und einen dritten Master in Sozialarbeit von der Masaryk-Universität in Brünn.

Ich bringe Arbeitserfahrungen als Sozialarbeiter in einem Jugendclub und als Wissenschaftler am Forschungsinstitut für Arbeit und Soziales (RILSA) in Prag mit. Außerdem verfüge ich über umfangreiche Erfahrungen in der Betreuung von sozial ausgegrenzten Kindern, Menschen mit Behinderungen und Senioren und Seniorinnen.

All diese Erfahrungen haben mein Interesse an Betreuungspraktiken geprägt und stehen in direktem Zusammenhang mit den Forschungsschwerpunkten von ReloCare.

All these experiences have shaped and influenced my interest in caregiving practices, and tie in directly with several of our research foci.

m.jelinek@uva.nl